WARNLAGEBERICHT für Deutschland, 09.03.2019

WARNLAGEBERICHT für Deutschland, 09.03.2019

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ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Freitag, 08.03.2019, 21:55 Uhr

In der Nacht zu Samstag von Nordwesten Windzunahme, im Süden steife, im Norden stürmische Böen und Sturmböen, auf Bergen Orkan. Dabei Regen, in Gipfellagen Schneeregen oder Schnee, dort auch Glätte durch Überfrieren.

 

Entwicklung der WETTER- und WARNLAGE:

Tiefdruckgebiete über Nordeuropa bestimmen unser Wetter. Mit einer starken westlichen Strömung wird im Wechsel kalte und mildere Luft zu uns geführt.

WIND: Nachts nach vorübergehender Windabnahme in der zweiten Nachthälfte von Nordwesten auflebender Wind, an der Ostsee im östlichen Bergland und im Süden steife Böen (Bft 7, um 55 km/h), im Nordwesten und Norden sowie in höheren Mittelgebirgslagen stürmische Böen (Bft 8, um 65 km/h), in Gipfellagen Sturmböen (Bft 9, um 80 km/h), auf dem Brocken orkanartige Böen (Bft 11, um 110 km/h). Am Samstag im Tagesverlauf weitere Windzunahme, dabei sehr verbreitet stürmische Böen (Bft 8, um 65 km/h) oder Sturmböen (Bft 9, um 80 km/h). An den Küsten und in höheren Mittelgebirgslagen auch schwere Sturmböen (Bft 10, um 95 km/h), auf exponierten Gipfeln orkanartige Böen oder Orkanböen (Bft 11 bis 12, 100 bis 140 km/h) nicht ausgeschlossen. Nachmittags und abends vom Emsland und vom Niederrhein im Nordwesten bis nach Mitteldeutschland und nach Nordbayern lokal kräftige Gewitter mit schweren Sturmböen, dabei auch einzelne orkanartige Böen nicht ausgeschlossen. In der Nacht zu Sonntag anfangs in Mitteldeutschland und dem Süden Brandenburgs noch Gewitterböen, lokal mit Windgeschwindigkeiten zwischen 90 und 110 km/h (Bft 10 und 11). Abseits der Gewitter in der ersten Nachthälfte im Mittelgebirgsraum steife bis stürmische Böen (Bft 7 bis 8, 50 bis 75 km/h), in exponierten Lagen Sturmböen oder schwere Sturmböen (Bft 9 bis 10, 75 bis 100 km/h), auf dem Brocken orkanartige Böen (Bft 11, um 110 km/h), von Westen nachlassend. Im Norden im Küstenumfeld steife Böen (Bft 7, um 55 km/h) oder stürmische Böen (Bft 8, um 65 km/h), an den Küsten stürmische Böen (Bft 8, um 65 km/h) oder Sturmböen (Bft 9, um 80 km/h), in exponierten Küstenlagen auch schwere Sturmböen (Bft 10, um 95 km/h). Im Norden im Laufe der Nacht von Westen allmählich nachlassender Wind, in der zweiten Nachthälfte nur noch den Nordosten betreffend.

 

GEWITTER: Am Samstagvormittag bevorzugt im Norden und Osten kurze Gewitter mit Graupel und teils schweren Sturmböen (Bft 10). Am Nachmittag und Abend vom Emsland und vom Niederrhein im Nordwesten bis nach Mitteldeutschland und nach Nordbayern lokal kräftige (Graupel-)Gewitter mit schweren Sturmböen, dabei auch einzelne orkanartige Böen nicht ausgeschlossen. In der Nacht zu Sonntag anfangs in Mitteldeutschland und dem Süden Brandenburgs noch kräftige Gewitter mit Graupel, die rasch nach Osten abziehen. Dabei schwere Sturmböen und einzelne orkanartige Böen nicht ausgeschlossen.

 

Thema des Tages vom DWD: Aktive und teils stürmische Westwetterlage mit großen Unsicherheiten

 

GLÄTTE: In der Nacht zu Samstag in höheren Lagen Glätte durch überfrorene Nässe, geringen Neuschnee oder Schneematsch gering wahrscheinlich. Auch in der Nacht zu Sonntag in höheren Lagen Glätte durch überfrorene Nässe, etwas Neuschnee oder Schneematsch gering wahrscheinlich.

 

DAUERREGEN/TAUWETTER: In der Nacht zu Sonntag im Süden und Südwesten aufkommender Regen, der bis zum Sonntagabend, lokal auch bis in die Nacht zu Montag anhält. Nach jetzigem Stand (bei noch immer größeren Modellunsicherheiten) fallen dabei etwa südlich des Mains verbreitet 15 bis 25 l/qm, gebietsweise 25 bis 50 l/qm, in den Staulagen des Schwarzwaldes und des Allgäus etwa 50 bis 70 l/qm in 18 bis 24 Stunden. Da die Schneefallgrenze in diesem Zusammenhang zumindest zeitweise auf bis zu 2000 m ansteigt, kommt zu den genannten Regenmengen noch der Abfluss aus der schmelzenden Schneedecke hinzu. Nach jetzigem Stand ist mit der Ausgabe von entsprechenden Dauerregen und/oder Tauwetterwarnungen zu rechnen.

 

 

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl. Met. Martin Jonas